Wolkensteiner Künstler im Haus Westerhoff

Angeregt durch die Ausstellung „Fundstücke“ der Bad Bentheimer Künstler Marlene in der Stroth, Stefi Mann-Nichiteanu, Reinhard Jansen und Gille W. Kuhr vom 30. November 2018 bis 28. April 2019 im Wolkensteiner Schloss wollen nun auch Künstler aus Wolkenstein in der Partnerstadt einen Einblick in ihr Schaffen geben.

Die letzte Ausstellung von Kunst und Volkskunst aus Wolkenstein wurde im Jahr 2009 im Haus Westerhoff präsentiert. Damals war schon Katrin Albrecht mit außergewöhnlichen Fotografien dabei, die eine Brückenbaustelle in der Nähe ihres Wohnhauses dokumentierten. Inzwischen hat sie vieles ausprobiert, schreibt seit ihrer Jugend und stellt in ausgewählten Texten eine lyrische Betrachtung über das Wirken von Jesus zu Ostern und Pfingsten aus. Dazu passend ausgewählt sind die Bilder von Renate Hofmann.

Künstlerisch vielseitig zeigt sich auch Claudia Albrecht, die Malerei und Skulpturen präsentieren wird, aber auch schreibt und musiziert. Die Fotografien stammen diesmal von Kai und Peter Graßnickel.

Wolfram Liebing, vielen bekannt als Wolkensteiner Bürgermeister, schreibt ebenfalls seit vielen Jahren und möchte einige Nebenprodukte dieser künstlerischen Arbeit zeigen, die er als illustrierende Utensilien für seine Lesungen angefertigt hat, natürlich aus erzgebirgischem Holz!

Das i-Tüpfelchen – besonders für die jungen Ausstellungsbesucher – sind die geschnitzten Märchenfiguren von Martin Stockmann, der schon seit seiner Kindheit vom Schnitzen fasziniert ist. Seine Figuren und Märchenmotive sind jeweils aus einem Stück Holz herausgearbeitet, am liebsten aus Lindenholz. In vielen Arbeiten hat der Holzkünstler ein witziges Detail versteckt. Eines sei schon vorab verraten – der Kaiser ohne Kleider trägt zumindest die dringend notwendigen Hosenträger. Wer möchte, kann am Märchenraten teilnehmen und nach Abschluss der Ausstellung einen Preis gewinnen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 20. März 2020, um 19 Uhr sind Interessenten herzlich willkommen. Einige der anwesenden Künstler werden einen kleinen Beitrag zum kulturellen Teil des Abends leisten und freuen sich selbstverständlich auf die Begegnungen und Gespräche mit Besuchern und Künstlerkollegen. Möglich ist das auch am darauffolgenden Samstagnachmittag. Martin Stockmann hat natürlich sein Schnitzwerkzeug dabei und lässt sich gern bei der Arbeit zuschauen.

Vor Ort organisiert Ute Jasniack-Collet die Ausstellung mit Unterstützung von Reinhard Jansen. Die Betreuung während der Öffnungszeiten – an den Wochenenden samstags und sonntags von 14 – 18 Uhr – übernehmen Mitglieder der Künstlergruppe „4 Bentheimer“ sowie des Bad Bentheimer Partnerschaftskomitees.