Winterausstellung im Otto Pankok Museum: Hans Ohlms trifft Horst Eckert, der sich später JANOSCH nannte

In dieser Ausstellung treffen zwei Meister ihres Faches, zwei große Künstler aufeinander: Hans Ohlms und sein Schüler und Freund Janosch.

Hans Ohlms ist der „schlafende Gigant“ des Grafschafter Kulturlebens in Bezug auf die Bildenden Künste:

Der Grafiker, Maler und Bildhauer wirkte von 1937 – mit Unterbrechung durch den Militärdienst im Zweiten Weltkrieg als Kriegszeichner in der Ägäis – bis zu seinem Tod 1988 in der Grafschaft.

Da er von der Kunst nicht leben konnte, nahm er Reklame-Aufträge ebenso an wie die Tätigkeit als Kunsterzieher.

1953 lernte er dabei den jungen Textilmusterzeichner Horst Eckert kennen. Sie wurden Freunde. Eckert machte später eine kometenhafte Karriere unter dem Künstlernamen JANOSCH.

In seinem künstlerischen Wirken versuchte Hans Ohlms auch immer den Grafschaftern die Moderne näher zu bringen. Einige Aufträge im öffentlichen Raum – wie z. B. das große Wandmosaik des Nordhorner Südfriedhofs, das gerade wieder öffentlich gewürdigt wurde – zeugen von seinem großen Können. Doch das wurde in der Region nie so recht anerkannt.

Er hinterlässt ein Werk von mehreren tausend Blättern – einige davon lagern im Kreis- und Kommunalarchiv der Grafschaft. Die Ausstellung zu Leben und Werk dieses Mannes gibt einen ersten Eindruck zu dem fast vergessenen „Giganten der Kunst“.

Mit Hans Ohlms entdeckt man, wie die Moderne in die Grafschaft kam. Und man entdeckt einen großen Künstler.

Zu Janosch muss man nicht viel sagen – seine Bilder sind im allgegenwärtig. Sie sind geradezu Allgemeingut. Nicht nur im Kinderzimmer.

Die Ausstellung zeigt die überbordende Phantasie dieser zwei Meister und ihr hohes zeichnerisches Können. Jeder ging seine eigenen Wege, die auch immer von gegenseitiger Achtung und der Suche nach kreativer Freiheit gekennzeichnet waren.

Für die Besucherinnen und Besucher erschließt sich mit dieser Ausstellung nicht nur ein Blick auf bedeutende Facetten der Grafik- und Kunstszene sondern auch eine tiefe Inspiration, die in unsere Zeit mit ihren eigenen Fragen hineinwirkt. Die Ausstellung läuft vom 26. November 2022 bis Mitte März 2023.

Die Öffnungszeiten des Otto-Pankok-Museums sind regulär am Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr und am Samstag und Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr. Bitte informieren Sie sich vor dem Besuch, wie die Öffnungszeiten jeweils aktuell sind, da die Energiekrise darauf Einfluss haben könnte. Der Eintritt beträgt 5 Euro, bzw. 2,50 Euro.