Mit dem „Naturschutzranger“ durch den Hute- und Schneitelwald
Mit dem „Naturschutzranger“ durch den Hute- und Schneitelwald
Mit dem „Naturschutzranger“ durch den Hute- und Schneitelwald

Mit dem „Naturschutzranger“ durch Arten- und Naturschutzgebiete

Der Bentheimer Wald ist einer der wahrscheinlich ältesten Waldböden Deutschlands. Seit jeher nutzt der Mensch den Wald zur Ernährung seiner Tiere. Belegt seit dem 14. Jahrhundert fand diese Nutzung auch im Bentheimer Wald statt, bis sie durch die moderne Landwirtschaft abgelöst vor 125 Jahren eingestellt wurde. Der damals entstandene wertvolle Lebensraum soll nun in einem Projekt, in dem der Tierpark zusammen mit dem NLWKN, dem Landkreis Grafschaft Bentheim und dem Fürstlichen Haus zusammenarbeiten, erhalten werden. Nicht nur die Pflanzenwelt und ihre seltenen Reliktbäume, vor allem seltene Arten haben durch dieses Projekt eine echte Überlebenschance.

Die aktive Nutzung dieser Art der Waldwirtschaft ist heutzutage einmalig. Der Hutewald ist ein überaus interessantes Projekt, den man sich auf den zwei Wanderwegen durch das Gebiet selber erschließen kann.

An jedem ersten und dritten Sonntag im Monat zwischen April und Oktober finden Führungen mit Naturschutzrangern des Tierpark Nordhorn durch den wertvollen Natur- und Kulturraum des Hute- und Schneitelwaldes statt. Über den Rundweg wird das Gelände erkundet und viel Wissenswertes über die Geschichte, die Waldnutzung, das Projekt und die wildlebenden, bedrohten und die jetzt dort grasenden Gallowayrinder und niederländischen Landziegen erzählt. Die für die Teilnehmer kostenlosen, etwa zweistündigen Führungen starten jeweils um 14.30 Uhr am Brunnen vor dem Kurhaus, Am Bade 1, Bad Bentheim. Aufgrund der großen Nachfrage in den vergangenen Jahren werden zu jedem Termin zwei Ranger eingesetzt.

Selbstverständlich können interessierte Gruppen auch individuell terminierte Führungen buchen. Informationen und Terminabsprachen erfolgen über die Zooschule des Tierpark Nordhorn (Tel. 05921 7120033 oder E-Mail zooschule@tierpark-nordhorn.de).

Termine:

Leider ist die Saison schon wieder vorbei.


Der Wacholderhain Bardel wurde lange Zeit genutzt, sodass sich eine blühende und artenreiche Wacholderheide entwickeln konnte, doch durch die fehlende Nutzung drohte der Wacholderhain in den letzten Jahren komplett zu verschwinden. Ein Projekt, welches von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, dem Kloster und Missionsgymnasium Bardel und dem Tierpark Nordhorn durchgeführt wird, soll nun zur Rettung dieses regionaltypischen Kultur- und Lebensraumes dienen. Vor allem durch die Entfernung der Traubenkirsche und die Abtragung des Oberbodens erlaubt es der Heide, sich zu erholen und wieder zu einer der seltenen und umso wertvolleren Wacholderheideinseln in der Region zu werden. Durch die Beweidung der Flächen mit den Bentheimer Landschafen, niederländischen Landziegen und Rindern des Tierpark Nordhorns wird die alte Nutzungs- und Entstehungsform der Heide wiederbelebt.

Die Naturschutzranger des Tierpark Nordhorns führen jeden vierten Sonntag im Monat bis Oktober durch das geschichtsträchtige Gebiet, in dem heimische Naturschätze vorgestellt werden. Der Treffpunk ist jeweils um 14.30 Uhr vor der Klosterkirche am Missionsgymnasium Bardel, Klosterstraße 11, Bad Bentheim. Die familiengerechten Führungen dauern etwa zwei Stunden und sind kostenlos.

Termine:

Leider ist die Saison schon wieder vorbei.