Das Bentheimer Gold

In Bentheim liegt das Gold auf der Straße. Denn das „Bentheimer Gold“ ist der unverwechselbare Sandstein, der früher in über zwanzig Steinbrüchen von den Kuhlkerls abgebaut wurde. Heute wird nur noch in einem Steinbruch in Gildehaus Sandstein abgebaut. Wo früher 20 bis 30 Männer harte körperliche Arbeit leisteten, fahren heute große Bagger und Radlader herum. Trotzdem gibt es auch heute noch sehr viel Handarbeit bei der Sandsteinbearbeitung.

Die Burg in unserem Städtchen ist das größte Gebäude, das je aus diesem vielseitigen Stein gebaut wurde.

Sie werden in der gesamten Grafschaft immer wieder über den Bentheimer Sandstein stolpern. Er ist in der ganzen Welt bekannt. Auch heute wird der Stein noch als Baumaterial benutzt und in neuen modernen Häusern zum Beispiel für Fassaden eingesetzt.

Bildhauer in Schlüters Kuhle Wer gerne künstlerisch mit dem Sandstein arbeiten möchte, der schaut in Schlüters Kuhle vorbei. In dem stillgelegten Steinbruch können Sie sich bildhauerisch und kreativ austoben. Ob zuschauen oder mitmachen, ein Besuch lohnt sich.

Bentheimer Sandstein in Australien Der goldfarbene Stein hat es sogar bis nach Australien geschafft. Die Batavia, ein Segelschiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie, war 1629 unterwegs nach Ostindien. Es sank vor der australischen Westküste. 1970 barg man aus dem Wrack 137 bearbeitete Sandsteine für ein über sechs Meter hohes Portal. Es sollte für eine Zitadelle im heutigen Jakarta verwendet werden. Heute ist der Fund in Australien in Fremantle im Western Australian Maritime Museum zu bewundern.

Was wird aus Bentheimer Sandstein gemacht? Künstler lieben das Bentheimer Gold und zaubern tolle Skulpturen und andere schöne Kunstwerke aus dem vielseitigen Material. Aber als Baumaterial ist der Sandstein damals wie heute gefragt. Es gibt zahlreiche Kirchen, Rathäuser, Stadtmauern und Mühlen, die aus dem goldfarbenen Stein geschaffen sind. Größter Exportschlager waren im 12. und 13. Jahrhundert die Taufsteine aus Sandstein.