Bad Bentheim Schwein
Bad Bentheim Schwein
Bad Bentheim Schwein

Das Bad Bentheim Schwein

Der 1959 geborene und in New York lebende Künstler Paul Etienne Lincoln schuf und baute nicht nur eigenhändig das „Bad Bentheim Schwein“ in seinem New Yorker Atelier und nahm somit Bezug auf die lokale Schweinerasse, sondern initiierte für die Grafschaft Bentheim ein soziales Netzwerk in der Tradition der hiesigen Sparklubs.

Das Original des „Bad Bentheim Schweins“ befindet sich in einem eigens hergerichteten Gartenhäuschen im Innenhof der Burg Bentheim. Dort steht es auf einer Drehscheibe, die der Besucher per Knopfdruck selbst in Bewegung setzen kann. Eine Kopie der Skulptur steht in einem aus Gildehauser Sandstein gebauten Zierpavillon auf einer kleinen Insel im Teich des Schlossparks. Das Schwein trägt zwei Drehorgeln im Inneren und ist ummantelt von einer Rüstung. Im Rahmen einer jährlichen Sparklub-Zeremonie, die in Norddeutschland zur Unterstützung Not leidender Seefahrer eingeführt wurden und heute noch aus einem geselligen Klubleben, mit Spareinlagen für Feste oder Ausflüge bestehen, wird die Orgel in Betrieb genommen: Dreht man am Schwanz, ertönt das Lied »Ich schieß’ den Hirsch im wilden Forst«, und die Schnauze bewegt sich. Füttert man das Tier mit einer Eichel, springt aus seinem Hinterteil eine vergoldete Eichel heraus.

Zusätzlich hängt in Bad Bentheim, Schüttorf und Nordhorn je ein öffentlich zugänglicher Sparschrank, der von Bürgern der Grafschaft Bentheim unterhalten wird. Die Erträge sollen einerseits die Anpflanzung von Eichenbäumen, die zur Hauptnahrung des bunten Bentheimer Landschweins gehören, finanzieren und andererseits ein jährliches Fest zu Ehren der Sparklubs ermöglichen.

 

Skulptur: Gießharz, Orgel

Architektur: Sandstein

Soziales Netzwerk: Sparschränke